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Brandschutztür

Brandschutztüren sind Türen, die dazu dienen, im Falle eines Brandes die Ausbreitung des Feuers an dieser Durchlassstelle zu hemmen. Brandschutztüren sind eine Maßnahme des vorbeugenden Brandschutzes, also der Brandverhütung. Brandschutztür ist der alltagssprachliche Begriff, formal korrekt lautet die Bezeichnung „Feuerschutzabschluss“.

Der Einbau von Brandschutztüren an bestimmten Stellen im Gebäude ist in den Landesbauordnungen und den Sonderbauvorschriften geregelt. Die Regelungen für Rauchschutz und Brandschutz können von Bundesland zu Bundesland verschieden sein. In der Regel gilt, dass diese in Treppenhäusern sowie zur Unterteilung von Fluren, die eine Länge von mehr als 30 m haben, eingesetzt werden müssen. Teilweise müssen zusätzlich auch Brandschutzfenster, also Fenster mit nachgewiesener Eigenschaft des Feuerschutzabschlusses, verbaut werden.

Brandschutztüren sind von Rauchschutztüren zu unterscheiden, die die Verbreitung gefährlicher Rauchgase im Falle eines Brandes verhindern sollen.

Was ist der Unterschied zwischen Brandschutztür und Rauchschutztür?

Eine Brandschutztür ist nicht automatisch eine Rauchschutztür, ist also nicht zwangsläufig auch rauchdicht. Eine Rauchschutztür verfügt über einen selbstschließenden Türflügel und eine rauchdichte Lippendichtung, die im Falle eines Feuers die Durchrauchung von Fluren oder Treppenhäusern verhindert. Die Leckrate einer Rauchschutztür darf bei einflügeligen Türen maximal 20 m³/h, bei zweiflügeligen Türen maximal 30 m³/h betragen. Dies wird bei kalter Luft und 200°C heißer Luft (Überdruck von 50 Pa) geprüft.

Die Anforderungen an Rauchschutztüren werden durch die DIN 18095 Teil 1 geregelt, die an Brandschutztüren oder Feuerschutztüren (Feuerschutzabschlüsse) hingegen durch DIN 4102-5 (D).

Sowohl Brandschutztüren als auch Rauchschutztüren werden nach DIN EN 1191 auf Dauerfunktionsfähigkeit geprüft. Dazu wird die Tür 200.000 Mal geöffnet und automatisch geschlossen. Auch der Anschluss der Zargen an diverse Wandsysteme wird überprüft. Beide Türarten bestehen immer aus dem Verbund von Türblatt, Zargen und Beschlägen.

Welche Merkmale hat eine Brandschutztür?

Brandschutztüren gibt es aus verschiedenen Materialien. Stahltüren, Aluminiumtüren oder Holztüren sind ebenso erhältlich wie Mischkonstruktionen aus diesen Materialien. Türen aus Stahl sind jedoch am weitesten verbreitet. Auch Türen aus Glas sind als Feuerschutztüren möglich, allerdings gibt es sie nur bis zu einer gewissen Größe. Gerade bei Innentüren werden jedoch oft Brandschutztüren aus Glas eingesetzt, da Innentüren aus Stahl gerade in Büroräumen die Optik stören und schwergängiger sind.

Neben herkömmlichen Türen können, wie schon erwähnt, auch Fenster sowie Garagentore (Sektionaltore) als Feuerschutzabschlüsse gebaut werden. Sie sind in bestimmten Gebäuden vorgeschrieben. Zertifizierte Sektionaltore mit Brandschutzeigenschaften gibt es sowohl als Standard-Garagentore für Privathaushalte als auch als Industrietore für große Hallen in entsprechender Größe.

Brandschutztüren gibt es in verschiedenen Feuerwiderstandsklassen. Dabei wird unterschieden zwischen den Klassen T30 (feuerhemmend), T60 (hochfeuerhemmend) und T90 (feuerbeständig). Das T steht für Zeit, die Ziffer gibt die Minutenzahl an, die die Brandschutztür dem Feuer widerstehen können muss. Eine T30-Tür muss also 30 Minuten der Einwirkung von Feuer standhalten können. Brandschutztüren müssen immer selbstschließend sein und dürfen per Gesetz nicht mit Keilen o.ä. offengehalten werden.

Welche Feuerwiderstandsklasse eine Tür jeweils haben muss, ist der entsprechenden Landesbauordnung zu entnehmen. Maßgeblich ist die Nutzung des Gebäudes sowie die Anforderungen an die Wand, in die die Tür eingesetzt wird.

Brandschutztüren brauchen zudem eine Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Diese Zulassung ist auf der Tür vermerkt. Auf jeder Brandschutztür, die als solche verwendet werden darf, finden sich: das Zulassungsschild auf dem Türblatt, eine Übereinstimmungserklärung des Monteurs, dass die Tür sachgerecht eingebaut wurde, eine Wartungsanleitung sowie der Zulassungsbescheid vom Deutschen Institut für Bautechnik.

Welches sind die besten Produkte für Brandschutztüren?

Neben klassischen Brandschutztüren gibt es auch weitere Produkte in feuerhemmender oder feuerbeständiger Qualität. Genannt wurden bereits Fenster und Garagentore (Sektionaltore). In vielen Fällen ausgesprochen sinnvoll ist eine Kombination von Feuerschutztür und Rauchschutztür. Gerade für Nebeneingänge von Häusern sind auch feuerhemmende oder feuerbeständige Sicherheitstüren sinnvoll, die zusätzlich einbruchshemmend sind.

Für all diese Produkte gibt es viele verschiedene Hersteller. Die Qualität ist dabei nicht primär von der Firma abhängig, relevant ist vor allem die Zertifizierung nach der entsprechenden DIN-Norm sowie die Feuerwiderstandsklasse der entsprechenden Tür. Nicht-zertifizierte Türen erfüllen nicht die Anforderungen der Landesbauordnungen bzw. der Sonderbauvorschriften und sollten entsprechend auch nicht verbaut werden. Bekannte Hersteller von Brandschutztüren sind etwa Hörmann, Teckentrup und Schörghuber. Schörghuber ist Marktführer im Bereich Brandschutztüren aus Holz und kooperiert eng mit der Firma Hörmann, die wohl der bekannteste Hersteller von Brandschutztüren und verwandten Produkten im deutschsprachigen Raum ist.

Sollten zur Sicherheit zusätzlich Brandschutztüren eingebaut werden?

Per Gesetz sind Hauseigentümer nicht immer verpflichtet, eine Brandschutztür einzubauen. Ob dies der Fall ist, steht in der jeweiligen Landesbauordnung. In gewissen Fällen kann es aber durchaus Sinn machen, auch in Privathäusern zusätzlich für Brandschutz zu sorgen, wo gesetzlich keine Feuerschutztür oder Rauchschutztür erforderlich ist.

Dies ist insbesondere sinnvoll bei Heizungsräumen und Tankräumen, aber auch bei Garagen, die direkt mit dem Haus verbunden sind. Gerade, wenn diese Räume direkt an als Wohn- oder Hobbyräume genutzte Flächen angrenzen, sind zusätzlich verbaute Brandschutztüren sinnvoll. Auch Rauchschutztüren machen Sinn, gerade, wenn kleine Kinder im Haus sind.

Wer darf eine Brandschutztür einbauen?

Grundsätzlich darf jeder eine Feuerschutztür einbauen. Allerdings ist auch klar, dass diese nur bei korrektem Einbau im Notfall auch ihre Funktion erfüllt. Besonders kritisch sind dabei die Verschraubung und der lotrechte Einbau der Zargen sowie der Einbau der Dichtungen. Daher sollte vom Selbsteinbau abgesehen werden, wenn nicht die entsprechenden handwerklichen Kompetenzen vorliegen. Das gilt natürlich insbesondere dann, wenn die einzubauende Tür gesetzlich vorgeschrieben ist. Den Einbau sollte dann immer ein Experte vornehmen.

Was kostet eine Brandschutztür?

Die Preise für Brandschutztüren und Rauchschutztüren von Hörmann oder anderen Marken variieren je nach Material und je nachdem, ob es sich um eine einflügelige oder eine zweiflügelige Tür handelt. Am günstigsten sind Brandschutztüren aus Holz, am teuersten Brandschutztüren aus Aluminium. Die Preise für Brandschutztüren aus Stahl bewegen sich im Mittelfeld. Die Preisspanne ist dabei ziemlich groß. Sie liegt für eine einflügelige Brandschutztür zwischen ca. 450 € (Holz) und 5800 € (Aluminium). Der Preis für doppelflügelige Türen liegt zwischen 1800 und 11000 €, Sektionaltore sind natürlich noch einmal deutlich teurer.

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