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In der Unterrichtung wird man mit den rechtlichen Vorschriften vertraut gemacht. Dazu gehören praktische Anwendungen sowie fachspezifischen Pflichten und Befugnissen im Sicherheitsgewerbe.

Die Unterrichtung wird ausschließlich von der IHK durchgeführt. In seltenen Fällen führen IHK-Dozenten die Unterrichtung in den Räumlichkeiten privater Sicherheitsdienste durch. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn mehr als 10 Leute aus einem Unternehmen die Unterrichtung zeitgleich machen.

40-stündige Unterrichtung

Man nennt sich häufig auch die „40-stüdige Unterrichtung“, weil sie, wie der Name schon sagt, nur 40 Unterrichtsstunden dauert. Meistens wird der Kurs bei der zuständigen IHK in einem Wochenkurs á 8 Stunden an 5 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Die ersten 4 Tagen bestehen aus einem theoretischen Teil. Am letzten Tag erfolgt eine Wiederholung des zuvor besprochenen und ein anschließender Test. Dieser Test muss mit mindesten 50% bestanden werden. In Ausnahmefällen kann die Ausbildungsdauer auf 4 Tage zu je 10 Stunden verkürzt werden. Vorbereitungskurse auf die Unterrichtung nach §34a GewO gibt es nicht, lediglich auf die Sachkunde nach §34a GewO.

Unterschied zwischen Unterrichtung und Sachkunde

Die Unterrichtung § 34a der GewO entspricht der Mindestqualifikation, um im Sicherheitsgewerbe arbeiten zu dürfen. Erst nach erfolgreich abgelegter „Sitzausbildung“, darf der Sicherheitsmitarbeiter im Dienst eingesetzt werden. Ein Einsatz von unqualifiziertem Personal, stellt einen Verstoß gegen die Gewerbeordnung dar und kann mit empfindlichem Bußgeld bestraft werden. Es ist gestattet, Sicherheitspersonal mit Unterrichtung beispielsweise für die Bewachung von Notausgängen, nächtliche Baustellenbewachung oder sonstigen einfachen Tätigkeiten zu betrauen. Für die Arbeit als Ladendetektiv, Citystreife und Türsteher, benötigt man allerdings die Sachkunde nach Paragraf 34a der Gewerbeordnung. Diese Ausbildung ist deutlich umfangreicher und besteht aus einem schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil bei der IHK. Im Vorfeld dieser doch recht schwierigen Prüfung muss man entweder intensiv, eigenständig lernen oder eine Akademie besuchen. Es gibt verschiedene Akademien in Deutschland, die sogenannte Sachkunde-Vorbereitungskurse anbieten. Oft sind diese Kurse modulartig aufgebaut und erstrecken sich von Abendkursen bis hin zu 6-monatigen Intensivkurse, die von der Arbeitsagentur bzw. den Jobcenter gefördert werden.

Merke: Die Unterrichtung ist notwendig, um im Sicherheitsdienst arbeiten zu dürfen. Sie kostet etwa 420 Euro und kann innerhalb von einer Woche, ohne schwierige Prüfung absolviert werden. Meistens sind die IHK mit den Unterrichtungen sehr überlaufen, sodass man mit bis zu 4 Monate Wartezeit auf einen Unterrichtungsplatz rechnen muss. Mit der Unterrichtung darf man keine Türsteher, Ladendetektiv oder Citystreife (Bewachung im öffentlichen Raum), durchführen.

Die Sachkunde ist die nächst höherer Qualifikation. Diese ist allerdings deutlich umfangreicher in der Ausbildung und kann erst nach wochenlanger bzw. monatelanger Vorbereitung bestanden werden. Die Zulassung zur Sachkundeprüfung kostet derzeit 175 Euro. Dies beinhaltet allerdings keinen Vorbereitungskurs.

Die VBG Verwaltungs-Berufsgenossenschaften sind dafür zuständig der Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen. Die Berufsgenossenschaften finanzieren sich durch jährliche oder monatliche Beiträge der Kunden/Mitglieder. Die Mitglieder sind unter anderem Banken, Versicherungen, Sportvereine, Personentransportfirmen sowie Freiberufler.

Als Sicherheitsdienst auf einer Veranstaltung kümmert sich ein Sicherheitsdienst um Zugangskontrollen sowie Konfliktlösungen. Sicherheitsunternehmen arbeiten dabei stets deeskalierend, was bedeutet, dass Sie Konflikte von vornherein oder noch währenddessen sanft und bestimmt lösen und verhindern.

Videoüberwachung ist die Beobachtung von Objekten, Personen oder Geländestrecken mittels Videokamera und Monitor. Die Videoüberwachung wird in der Regel in einem geschlossenen System über verlegte Kabel konzipiert, kann aber auch über eine Funkstrecke (offenes Fernsehsystem mit drahtloser Bildübertragung) oder ein Mischsystem realisiert werden. In der einfachsten Form der Videoüberwachung werden normalerweise Videokamera und Monitor verbunden. Je nach Aufgabe kann es aber erforderlich sein, weitere Komponenten in das Videoüberwachungssystem zu integrieren.

Drahtlose Wächterkontrollsysteme werden auch Funkstechsysteme genannt, da als Übertragungsmedium entweder der Betriebs- und Bündelfunk oder der Grundstücksfunk benutzt werden. Hierzu bewegt sich das Wachpersonal mit einem Handsprechfunkgerät innerhalb des Funkversorgungsbereichs des Funknetzes. Die Handsprechfunkgeräte sind entweder über ein Kabel mit einem Datensammler verbunden oder der Datensammler ist direkt im Funkgerät mit eingebaut. Über diese Leitung kann das Personal und der Weg eines Kontrollgangs überwacht oder überprüft werden. Die angelaufenen Kontrollpunkte und die Zeit werden in der Zentrale gespeichert und protokoliert. Zusätzlich kann auch der Weg mit den entsprechenden Zeiten zwischen zwei Kontrollpunkten vorgegeben werden. Eine Lokalisierung des verfolgten Weges ist möglich, wenn die zu erfassenden Kontrollpunkte nicht zu weit entfernt sind. Sobald Unregelmäßigkeiten aufkommen in den Kontrollgängen oder nicht richtig geführten Kontrollgängen wird in der Zentrale ein Alarm ausgelöst.

Eine äußere Umschließung soll Eindringversuche auf das Gelände verhindern. Je nach Sicherungskonzeption, Schutzbedürfnis sowie Geländeart und -form können Zäune oder Mauern als Sicherungsbarrieren dienen. Bei hohem Sicherungsbedarf besteht die Mög­lichkeit, die mechanischen Barrieren durch Detektionsgeräte oder Beobachtungssysteme zu ergänzen. Die Umschließung soll bei entsprechend ausgeführter Standfestigkeit ein Durchdringen, Übersteigen und Untergraben erschweren oder verhindern. Zaunanlagen müssen durch Streifengänge und technische Inspektionen auf eventuelle Beschädigungen und Funktionalität überprüft werden.

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