Sicherheit während des Anlagenstillstands.
Während eines Shutdowns ist die Sicherheit der Monteure besonders wichtig.

Sicherheit während des Anlagenstillstands

Um Wartungsarbeiten in Raffinerien, Kraftwerken und ähnlichen industriellen Einrichtungen durchzuführen, muss ein Anlagenstillstand erfolgen. Dieser wird auch als Shutdown oder Turnaround (TAR) bezeichnet. Ohne diesen Vorgang wäre es nicht möglich bzw. viel zu gefährlich, Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen oder die Anlage zu erweitern.

Bei kontinuierlich arbeitenden industriellen Einrichtungen (z.B. in der chemischen Industrie) wird ein Anlagenstillstand in wiederkehrenden Intervallen eingeplant. Bei Raffinerien liegen normalerweise 5 Jahre zwischen den einzelnen Shutdowns. Es kann immer auch mal zu einem Anlagenstillstand außerhalb der Reihe kommen, wenn Defekte festgestellt oder die Einrichtung außerplanmäßig erweitert werden soll. 

Auch wenn der Anlagenstillstand regelmäßig durchgeführt wird, ist er kein Routinevorgang. Während der Dauer ihrer Unternehmenszugehörigkeit erleben Mitarbeiter häufig kaum mehr als 2 oder 3 Shutdowns im gleichen Betrieb. Aus diesem Grund setzen viele Firmen auf externe Dienstleister, die sie bei der Bewältigung der Ausführungsphase des Turnarounds unterstützen und für die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Instandhaltung sorgen.

Wir erklären im Folgenden, worauf es beim sogenannten Turnaround Management ankommt und welche Aspekte einen erfolgreichen Turnaround kennzeichnen. Neben wirtschaftlichen Aspekten geht es vor allem um die Sicherheit und Qualität der Ausführung.

Die 4 Phasen des Turnaround-Zyklus meistern

Vor dem Anlagenstillstand muss eine gründliche Planung erfolgen, damit dieser sicher, schnell in der gewünschten Qualität durchgeführt wird. Jeder Tag des Anlagenstillstands kostet Anlagenbetreiber Millionen, daher können sich Betriebe Unfälle und Unregelmäßigkeiten im Ablauf oft nicht leisten. 

Es gibt dabei vier wichtige Phasen, die man auch als den Turnaround-Zyklus bezeichnen kann:

  • Initiale Planung: Jede Anlage hat ihre spezifischen Anforderungen. Daher muss im ersten Schritt eine Umfangsplanung erfolgen, um den gesamten Aufwand besser einschätzen zu können. Daraus wird dann die Arbeits- und Umfeldplanung abgeleitet. Auch ein grober Terminplan wird in dieser Phase entwickelt.
  • Planungsphase: Im nächsten Schritt werden Arbeits- und Ablaufpläne entworfen, bei denen die zuvor noch grob definierten Termine konkretisiert werden. In diesem Zusammenhang ist auch eine genaue Ressourcenplanung notwendig. Besonders der Sicherheit muss viel Beachtung geschenkt werden. Denn der Turnaround ist eine Ausnahmesituation, in der unter Zeitdruck Arbeiten durchgeführt werden, die keine Routinearbeiten sind. Das Ziel, Verletzungen oder Todesfälle während der Instandhaltungsarbeiten wirksam vorzubeugen ist oberstes Ziel der Planung.
  • Ausführungsphase: Während der Ausführungsphase kommt es zum kompletten Anlagenstillstand. Neben der Reinigung der Anlagen werden auch schadhafte Rohre und andere Bauteile ausgetauscht, oder Veränderungen am Aufbau der Anlagen vorgenommen. Um kostspielige Verzögerungen auszuschließen, sorgen professionelle Sicherungsposten, Mannlochwachen und Brandwachen für den reibungslosen Ablauf. Der Prozess wird laufend dokumentiert. Trotz sorgfältiger Planung kann es während der Ausführungsphase auch immer zu nicht erwarteten Situationen kommen. Hier muss das Team schnell und mit kühlem Kopf reagieren, um die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten.
  • Auswertung & Analyse: Die Dokumentation der erfolgten Arbeitsschritte ist deshalb so wichtig, damit im Nachhinein eine genaue Auswertung und Analyse des gesamten Anlagenstillstandes erfolgen kann. Hieraus lassen sich Erkenntnisse ableiten, die dem ganzen Unternehmen dabei helfen, die Qualität beim nächsten Shutdown aufrecht zu erhalten.

Sicherungsposten sind erfolgsentscheidend für den Shutdown

Die Sicherheit und Qualität des Turnarounds steht und fällt mit der Ausbildung der ausführenden Mitarbeiter. Die Zeitplanung für die Instandhaltungsarbeiten ist oft straff, denn der Anlagenstillstand führt für den Anlagenbetreiber zu hohen Verlusten durch den Produktionsausfall.

Um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, müssen die Arbeiten von professionellen Sicherungsaufsichtskräften überprüft werden. Dies betrifft sowohl Trenn- und Schweißarbeiten und andere feuergefährliche Arbeiten, als auch Arbeiten in Behältern oder in großer Höhe. Sicherungsposten, Mannlochwachen und Brandwachen überprüfen die Schutzausrüstung der Arbeiter, sichern die Arbeitsstelle ab und überwachen über Messgeräte und Überprüfung von Grenzwerten, aber auch durch fortwährende Kommunikation mit den ausführenden Monteuren die Instandhaltungsarbeiten.

Externe Sicherheitsunternehmen für den Shutdown 

Die Schulung von Sicherungsposten im eigenen Unternehmen ist sehr aufwändig und kostspielig. Zudem ist es möglich, dass sich das Investment gar nicht auszahlt, weil der entsprechend ausgebildete Arbeitnehmer das Unternehmen vor dem Anlagenstillstand verlässt oder am Tag der Durchführung krank ist. Zudem werden punktuell für den Zeitraum des Shutdowns sehr viele geschulte Sicherungsposten benötigt, um eine höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Dies können die meisten Unternehmen gar nicht zuverlässig abbilden.

Viele Anlagenbetreiber beauftragen daher externe Sicherheitsunternehmen für die Gewährleistung der Sicherheit während des Turnarounds. Dabei kann entweder das eigene Personal durch zusätzliche Sicherungsposten aufgestockt werden oder ein gesamtes Team beauftragt werden, das als externer Dienstleister die Kontrolle und Verantwortung übernimmt.

Wir vom Paffen Sicherheitsdienst haben uns auf die Anforderungen spezialisiert, die mit der Sicherheit beim Shutdown einhergehen. Wir überlassen Ihnen nicht nur Brandwachen und Sicherungsposten für die Dauer des Einsatzes, sondern stellen Ihnen ganze eingespielte Teams mit Teamleitern und Projektleitern zur Verfügung. So stellen wir sicher, dass der Einsatz unserer Sicherungsaufsichtskräfte effizient und reibungslos erfolgt, und der Turnaround im gesetzten Zeitrahmen durchgeführt werden kann.

Arbeitssicherheit während des Anlagenstillstands

Zwischenfälle beim Analgenstillstand können nicht nur wirtschaftliche Probleme für den Anlagenbetreiber nach sich ziehen. Kommt es zu Unfällen, kann dies auch ernste Konsequenzen für beteiligte Mitarbeiter haben. Aus diesem Grund hat die Sicherheit der Monteure einen besonderen Stellenwert während des Anlagenstillstands.

Um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, kommen bei einem Anlagenstillstand verschiedene Sicherungsaufsichtskräften zum Einsatz, um alle Arbeiten während der Instandhaltung zu überwachen., Unfälle zu verhindern und im Notfall Erste Hilfe zu leisten.

  • Sicherungsposten planen und kontrollieren die Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz und die Schutzkleidung der Monteure. Sicherungsposten überprüfen zudem, ob Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit während der Arbeiten zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden. Neben der Prävention und der laufenden Zustandsüberwachung greifen die Sicherungsposten bei akuten Gefahren und Notfallsituationen ein und verständigen bei Bedarf die Rettungskräfte.
  • Mannlochwachen kommen bei Arbeiten in engen Räumen und abgeschlossenen Behältern zum Einsatz. Sie sind mit der Kontrolle der Schutzausrüstung betraut und setzen Messgeräte und technische Frühwarngeräte (wie z.B. Gaswarngeräte) ein, um Parameter wie Temperatur, Sauerstoffgehalt und sonstige Grenzwerte für den arbeitenden Mitarbeiter im Blick zu behalten. Die Mannlochwache hält immer den Kontakt zur Person, die gerade im Behälter arbeitet. Sollte es zu einem Zwischenfall kommen, muss die Mannlochwache den Mitarbeiter informieren oder im absoluten Notfall sogar bergen.
  • Brandwachen und Brandposten haben die Aufgabe, bei Schweißarbeiten und anderen feuergefährlichen Arbeiten für Sicherheit zu sorgen. Wenn Brandgefahr besteht, ist die Abstellung von Brandposten unabdingbar. Brandwachen sichern den Arbeitsplatz und überwachen die brandgefährlichen Arbeiten. Sie sind auch gezielt geschult, um im Brandfall effektiv einzugreifen und die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern.

Paffen Sicherheitsdienst: Eigene Sicherheitsakademie für höchste Sicherheit

Für die hohen Anforderungen, die ein erfolgreicher Turnaround mit sich bringt, sind wir beim Paffen Sicherheitsdienst bestens aufgestellt. Wir können Ihnen geeignetes Sicherheitspersonal in gewünschter Zahl zur Verfügung stellen, um diese besondere Herausforderung sicher, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich erfolgreich zu überstehen.

Um die hohen Anforderungen an Sicherungsposten und andere Sicherheitsaufsichtskräfte stets zu gewährleisten bilden wir unsere Sicherheitskräfte an der staatlich anerkannten Sicherheitsakademie Rheinland selbst aus. Neben einer fundierten Ausbildung durchlaufen unsere Mitarbeiter regelmäßige Weiterbildung. So können Sie sicher sein, dass für die Sicherheit bei Ihrem Anlagenstillstand bestmöglich gesorgt ist.


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Paffen Sicherheitsdienst bietet Ihnen alle Sicherheitsdienstleistungen aus einer Hand.
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