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Bewegungsmelder

Ganz allgemein gesprochen bezeichnet ein Bewegungsmelder einen elektronischen Sensor, der Bewegungen im näheren Umfeld registriert. Die Bewegungssensoren fungieren dann in der Regel als Lichtschalter zur Beleuchtung (z.B. für Außenleuchten), kommen aber auch in Einbruchmeldeanlagen und zur Videoüberwachung zum Einsatz. Doch nicht nur die Einsatzzwecke, sondern auch die Funktionsweisen von Bewegungsmeldern können durchaus verschieden sein.

Bewegungsmelder - Infos auf Paffen SicherheitVor allem muss man den Bewegungsmelder vom Präsenzmelder unterscheiden. Wie der Name schon sagt, ermitteln Präsenzmelder die Präsenz, nicht die Bewegung von Menschen: Sie haben deutlich empfindlichere Sensoren und können darum die Präsenz von Personen auch dann „erkennen“, wenn sich diese nicht im Raum bewegen. Oft haben Präsenzmelder auch einen höheren Funktionsumfang. So können auch Klimaanlagen und Heizungsanlagen über Präsenzmelder gesteuert werden. Da die Präsenzmelder stetig messen, „merken“ sie auch, wenn Licht nicht mehr benötigt wird bzw. Heizung oder Klimaanlage ausgeschaltet werden können. Sie lösen dann diesen Vorgang automatisch aus. Daher werden sie meist in Büros oder anderen öffentlichen Gebäuden eingesetzt.

Der Bewegungsmelder hingegen registriert Bewegung nur einmal und löst dann den entsprechenden Vorgang aus, schaltet also z.B. bei Bewegung in der Dunkelheit das Licht an.

Welche Bewegungsmelderarten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von Bewegungsmeldern. Neben der bereits genannten Unterscheidung zwischen Bewegungsmeldern und Präsenzmeldern gibt es auch bei den Bewegungsmeldern Unterscheidungen nach Funktion, insbesondere:

  • Bewegungsmelder als Lichtschalter bzw. Dämmerungsschalter mit Dämmerungssensor (Beleuchtung, Lichter, LEDs gehen an)
  • Bewegungsmelder als Einbruchmeldeanlage (es geht eine Meldung an die Einbruchmeldezentrale) oder als Teil einer Alarmanlage
  • Bewegungsmelder zur Videoüberwachung (Videoaufzeichnung wird gestartet)
  • Bewegungssensoren an Lichtsignalanlagen im Straßenverkehr (Verkehrsaufkommen wird ermittelt)

Die gängige Reichweite handelsüblicher Bewegungssensoren für den Heimgebrauch liegt zwischen 15 und 30 Metern, der Winkel, der erfasst werden kann (d.h. der Erfassungsbereich), liegt zwischen 90° und 360°. Es gibt also große Unterschiede zwischen den Erfassungsbereichen und Reichweiten bei den Bewegungsmeldern.

Funktionsweise von Bewegungsmeldern

Im Wesentlichen unterscheidet man vier Arten oder Kategorien von Sensoren: Passiv-Infrarot-Sensoren (PIR), Ultraschall-Sensoren, Hochfrequenz-Sensoren und Kamera-Sensoren. PIR-Sensoren nutzen, wie der Name bereits sagt, Infrarot-Licht und detektieren Wärmeänderungen.

Kamera-Sensoren kommen für den privaten Gebrauch so gut wie nicht zum Einsatz. Sie erfassen über die Kamera ausschließlich Menschen und sind besonders präzise. Hochfrequenzsensoren haben ebenfalls eine hohe Empfindlichkeit und können beispielsweise durch Türen und dünnere Zwischenwände hindurch wirken. Ultraschall-Sensoren kommen meist für Präsenzmelder zum Einsatz.

Am weitesten verbreitet sind die Passiv-Infrarot-Sensoren. PIR-Sensoren sind vergleichsweise kostengünstig, erkennen zuverlässig Wärmequellen und sind für die meisten privaten Anwendungen völlig ausreichend.

Tipps vom Sicherheits-Experten

Neben der Wahl des passenden Bewegungsmelders ist vor allem auf die korrekte Montage zu achten. Ansonsten bleibt der Melder unter Umständen wirkungslos. Besonders zu achten ist auf die folgenden drei Aspekte:

  • Reichweite bzw. Raumabdeckung
  • Erfassungsbereich bzw. Vermeidung toter Winkel
  • Montagehöhe an der Wand oder Decke

Dient der Bewegungsmelder dem Anzeigen eines potentiellen Einbruchs, so sollte er in Bereichen montiert werden, die überwacht werden sollen. Das sind beispielsweise die Haustür, Hinter- und Nebeneingänge, Kellerfenster, Fenster oder Terrassen.

Die Montage muss so erfolgen, dass der abgedeckte Überwachungsraum möglichst groß ist. Dafür ist es natürlich wichtig, die Reichweite des jeweiligen Gerätes zu kennen. Unter Umständen müssen mehrere Geräte montiert werden, um einen bestimmten Raum abzudecken und die Sicherheit zu gewährleisten.

Ebenfalls wichtig: Die Bewegungsmelder sollten möglichst keine toten Winkel lassen. Dazu ist es wichtig, den Erfassungsbereich des Bewegungsmelders zu kennen. Gerade bei der Montage mehrerer Bewegungsmelder muss die Montage darauf gut geprüft werden.

Zu guter Letzt ist es wichtig, auf die richtige Montagehöhe zu achten. Soll der Bewegungsmelder zur Einbruchssicherung dienen, ist es wichtig, dass er hoch genug angebracht wird und damit von Manipulation sicher ist. Die Höhe sollte mindestens 2,50 m, eher sogar noch höher, betragen. Dabei ist aber auch zu beachten, bis zu welcher Höhe der jeweilige Bewegungsmelder montiert werden darf. Dies ist der Gebrauchsanweisung zu entnehmen.

Wie vermeidet man unnötiges Auslösen des Bewegungsmelders (z.B. durch Tiere)?

Das hängt vom Gerät ab – es gibt Bewegungsmelder, die allein auf größere Objekte oder Personen reagieren. Oft ist das die beste Lösung. Alternativ kann der Überwachungsraum so eingestellt werden, dass er nicht bis zum Boden reicht, sondern erst in „Katzenhöhe“ oder „Hundehöhe“, etwa ab 50 cm, beginnt. Dies kann am Sensor direkt reguliert werden. Auch kann der Bewegungsmelder so platziert werden, dass er nicht bis zum Bürgersteig bzw. der Straße reicht – das vermeidet ebenfalls viele unnötige Auslösungen.

Wie kann man einen Bewegungsmelder anschließen?

Für das Anschließen eines Bewegungsmelders gibt es verschiedene Szenarien – die Frage kann also pauschal nicht beantwortet werden. Im Wesentlichen kommt es auf den Einsatzort und die Beschaffenheit des Bewegungsmelders an. Beispielsweise werden Aufputz-Bewegungsmelder natürlich anders angebracht als Unterputz-Bewegungsmelder; zudem sind im Außenbereich andere Dinge zu beachten als im Innenbereich.

Die Wandmontage ist im Aufputz deutlich einfacher als im Unterputz, da für Unterputz die Wände aufgebrochen werden müssen. Dafür stehen beim Unterputz die Bewegungsmelder nicht unschön aus der Wand hervor und sind auch schwerer zu manipulieren, gerade im Außenbereich. Neben der Wandmontage kommt natürlich immer auch eine Deckenmontage in Frage; dies hängt aber vom gewählten Bewegungssensor und dessen Erfassungsbereich ab. Im Außenbereich freilich bleibt meist nur die Wandmontage.

Rein vom elektrischen Anschluss her betrachtet ist die Montage jedoch sehr einfach. Es gibt den Anschluss mit Zwei-Draht-Technik oder Drei-Draht-Technik. Das schwarze stromführende Kabel wird an Klemme „L“ geklemmt, der blaue Neutralleiter an Klemme „N“ und der dritte Kontakt an die verbliebene Klemme. Gibt es keinen Neutralleiter, werden die anderen beiden Kabel genauso gesteckt wie bei der Drei-Draht-Technik.

Zudem gibt es natürlich auch heute viele Bewegungsmelder, die als Teil eines Smart Homes z.B. zur Lichtsteuerung von LED-Leuchten installiert werden (z.B. die von Steinel, aber natürlich auch Produkte anderer Hersteller). Dann gilt es, die Geräte zusätzlich in der App so zu programmieren, dass die Funktionalität optimal ist.

Was kosten Bewegungsmelder (z.B. von Steinel)?

Der Preis von Bewegungsmeldern hängt ganz von Kategorie (Infrarot, Kamera,…), Ausstattung und Umfang der Anlage ab. Eine per Funk gesteuerte, professionelle Anlage von Steinel etwa hat ihren Preis. Auch Bewegungsmelder mit Alarmanlage sind etwas teurer. Es gibt jedoch durchaus Bewegungsmelder zum erschwinglichen Preis, beispielsweise zur Aktivierung von Außenleuchten und LEDs, via Kabel oder per Funk. Auch von namhaften Herstellern wie Steinel, ABUS, BTR, Idena, Kopp, Philips oder Siemens gibt es hochwertige Geräte zum günstigen Preis.


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